Interview
Senioren: Aber die, die nicht einsam waren, sind plötzlich in eine Einsamkeitsspirale reingeraten
Ein Gespräch mit Dagmar Hirche vom Verein Wege aus der Einsamkeit über Einsamkeit, digitale Teilhabe und ältere Menschen.
Wir haben mit der Unternehmerin und Gründerin des Vereins „ Wege aus der Einsamkeit e.V.“ Dagmar Hirche gesprochen. Mit ihrer medialen Präsenz und ihrem sozialen Engagement setzt sie sich für die Generation 65 + ein und „versilbert“ das Internet. Durch Vorträge, Weiterbildungen und Online-Veranstaltungen macht sie älteren Menschen Mut den Schritt in die Digitalität zu wagen. Keine dürfte die Bedürfnisse und Ängste von Senioren und Seniorinnen besser kennen als sie.
Wir haben uns (natürlich) zu einem Videocall für dieses Interview verabredet.
Telemarie Ratgeber
Dieser Beitrag ist Teil unseres Ratgebers für einfache digitale Verbindung im Alter.
Worum es in diesem Beitrag geht
Hier ein Auszug des Gesprächs:
Telemarie: Während der Lockdowns, wie haben Sie hauptsächlich kommuniziert?
Hirche: Als der erste Lockdown kam, war klar, dass wir zu keinen analogen Veranstaltungen mehr gehen. Da ich überall in den sozialen Medien bin, habe ich überall von Zoom, Jitsi, Blue Jeans gelesen. Dann hab ich mir Zoom angeguckt und gesagt: “das mache ich mit den Senioren”. Dann habe ich am besten Zoom verstanden und mir gesagt, ich kann am besten das schulen, was ich selber am besten verstehe und hab dann meinem Mann geschnappt und gesagt: du nimmst dir jetzt die Kamera und du bist jetzt mein Kameramann und wir werden jetzt Erklärvideos drehen, wie man Zoom auf ein Android Gerät, auf ein iOS-Gerät und auf ein Windows-Gerät bekommt und wie man es dann benutzt.
Als wir das das fertig gemacht haben, habe ich ein Zoom-Konto eingerichtet. Dann hab ich 2500 Newsletter-Empfänger angeschrieben und habe gesagt: “wir wechseln jetzt komplett von Analog ins Digitale und wer nicht weiß wie es geht, darf mich anrufen”. 14 Tage gab’s eine Hotline.
Telemarie: …zu dir direkt?